460 Jahre Alte Vogtei

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Jul302011
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Zum 460. Geburtstag des mittelalterlichen Gebäudes an der Vorderreihe veranstaltet der Kunstverein
"Das kunstbewegte Wochenende" mit Unterhaltungsprogrammen und vielen Überraschungen.

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Die frühere Lübsche Vogtei steht eng in der Tradition der Hanse, der  Lübecker Schiffergesellschaft und der jahrhunderte alten Seeschifffahrt auf der Trave und dem Baltikum. Das  gewaltige Backsteingiebelhaus ist heute eines der letzten Zeitzeugen in Travemünde aus der glanzvollen Epoche der Hanse. Die Vogtei war über 350 Jahre Sitz der Travemünder Stadtkommandanten (Vögte) und danach 100 Jahre Polizeirevier. Das Haus ist heute das älteste und einzige mittelalterliche Gebäude an der Vorderreihe. Das Gebäude wurde von 2005 bis 2008  umfassend historisch restauriert. Wertvolle alte Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert konnten dabei freigelegt werden. Hier ein Blick auf die Vorderreihe 7 (maps)

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Gut erhaltene Deckenmalereien aus dem frühen 17 Jh.



Die Lübsche Vogtei
(Wikipedia):

Die Lübsche Vogtei (heute: Alte Vogtei Travemünde) ist ein altes Backsteingiebelhaus im Stil der Renaissance im alten Ortskern von Travemünde. Es war früher Sitz des Lübecker Vogtes im strategisch wichtigen Vorhafen Travemünde und diente im 20. Jahrhundert der Lübecker Polizei als Revierwache. Heute ist die sanierte Vogtei ein privat genutztes Wohn- und Geschäftshaus am Anfang der Travemünder Vordereihe. Das Ensemble gehört zu den ältesten Bauten Travemündes aus der Zeit nach dem verheerenden Stadtbrand des Jahres 1522.

Das Renaissance-Giebelhaus ist zweigeschossig hinter den beiden Treppengiebeln vor dem Satteldach errichtet. Der größere Hauptgiebel links betont die Straßenecke zur Lorenzstraße mit der dahinterliegenden Lorenzkirche. Der zweiachsige kleinere Giebel rechts davon bildet die Ecke zur offenen Hoffläche des Grundstücks. Im Hauptgiebel finden sich oben Holzluken zu den Speichergeschossen. Über dem sehenswerten Portal ist in das Backsteinmauerwerk ein Wappen aus Sandstein aus der Zeit von 1600 eingelassen. Das Portal selbst ist profiliert und die Haustür ist dem Rokoko zuzuordnen. Der Seitenflügel der Lübecker Vogtei an der Lorenzstraße wurde durch Garageneinbauten und Fensteröffnungen stark überformt.

Von der Innenausstattung ist eine ursprünglich zweiläufige Rokoko-Treppe mit geschnitzten Pfosten und durchbrochener Brüstung aus dem 18. Jahrhundert erhalten.

Während der Sanierung bis zum Jahr 2007 wurden hinter Verschalungen aus der Zeit der Nutzung als Polizeiwache Deckenmalereien aus der ursprünglichen Zeit der Erbauung des Hauses um 1600 entdeckt und konserviert, darunter die Kaiserdecke von 1623. In der Außenmauer finden sich Hochwassermarken, an denen man die Wasserstände der Hochwasser von 1625 und vom Ostseesturmhochwasser 1872 ablesen kann.